Studium nach neuer Approbationsordnung

Zehn Semester.
Drei Abschnitte.
Drei Staatsexamen.

In Ulm wird nach der neuen Approbationsordnung studiert. Das Studium gliedert sich in die Vorklinik und zwei klinische Abschnitte – jeweils mit einem Staatsexamen am Ende.

Vorklinik

Semester 1–4 · Abschluss: Physikum (Z1) in Chemie, Physik, Biologie, Physiologie, Biochemie und Anatomie

1. SemesterNaturwissenschaftliche Grundlagen: Biologie, Physik, Chemie und Anatomie. Dazu die Berufsfelderkundung in den vier Abteilungen Zahnerhaltung, Prothetik, Kieferorthopädie und Chirurgie – und Terminologie für alle.
2.–3. SemesterDie praktischen Propädeutik-Kurse starten in Kohorten: „präventive Zahnheilkunde“ in der Zahnerhaltung und „dentale Technologie“ in der Prothetik, dazu Kieferorthopädie. Parallel laufen Histologie und Neurophysiologie mit Semesterklausuren.
3. SemesterMakroskopische Anatomie: Im Präparierkurs präpariert ihr gemeinsam mit den Humanmediziner:innen.
4. SemesterSchwerpunkt Humanmedizin mit Klausuren in Biochemie und vegetativer Physiologie – danach heißt es: Vorbereitung aufs Physikum.

Semester 5–6

1. klinischer Abschnitt

Jetzt wird's praktisch: Am Phantomkopf sammelt ihr intensive Erfahrung mit zahnärztlichen Behandlungen. Ein Semester steht im Zeichen der Zahnerhaltung, das andere der Zahnersatzkunde.

Danach folgt das zweite Staatsexamen (Z2) mit mündlich-praktischen Prüfungen in Zahnersatzkunde, Kieferorthopädie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Zahnerhaltung.

Phantommodell eines Oberkiefers mit präparierten Zähnen
Behandlungsplätze in der Simulationsklinik

Semester 7–10

2. klinischer Abschnitt

Ihr behandelt eigene Patient:innen in vier integrierten Behandlungskursen, betreut von Zahnärztinnen und Zahnärzten. Zahnerhaltung und Zahnersatzkunde laufen jetzt gemeinsam, Querschnittsfächer wie Notfallmedizin und Schmerztherapie verbinden das Wissen fächerübergreifend.

Vor dem dritten Staatsexamen (Z3) stehen ein Wahlfach und eine vierwöchige Famulatur (oder zweimal zwei Wochen) in der vorlesungsfreien Zeit an. Das Z3 besteht aus einem mündlich-praktischen und einem schriftlichen Teil.

Von A bis Z

Abkürzungen, Events und Firmen, über die ihr im Studium früher oder später stolpert.

BuFaTa
Die Bundesfachschaftstagung: Zweimal im Jahr treffen sich die Fachschaften aller 30 Zahnmedizin-Standorte zum Austausch.
Erstihütte
Wochenende in den Bergen für Erstis und Interessierte aus höheren Semestern – zum Kennenlernen und Zusammenwachsen.
Fachschaftenrat (FSR)
Koordiniert die Fachschaften, sitzt im StuPa und setzt sich für gute Lehre ein. Alle Sitzungen sind öffentlich.
Glühwein
Unser alljährliches Treffen in der Vorweihnachtszeit.
Implantatdemo
Jedes Jahr im Januar: Sinuslift und Implantation live, unterstützt von Straumann.
Medimeisterschaften
Fußballturnier und Festival aller Unis im Juni – mit Kostümen und Motto pro Uni.
Semestersprecher:in
Wird jedes Semester gewählt, ist der Draht zur Fakultät und kümmert sich in der Klinik um Behandlungspläne und den Examensball.
Skiausfahrt
Mit dem Bus ab in die Berge.
Studienkommission
Vier Studierende besprechen hier mit den Professor:innen alles rund ums Studium.
StEx & StuPa
Die Studierendenexekutive (BAföG-Beratung, Kultur, Bildung, Infrastruktur) und das Studierendenparlament (Haushalt, Angebote, Interessenvertretung).
Teddyklinik
Kinder bringen ihre Kuscheltiere zur Zahnbehandlung – und verlieren so die Angst vorm Zahnarzt.
Zahnikick
Vorklinik gegen Klinik zum Semesterende, mit Dozierenden und anschließendem Grillen.
Firmen im Studium
Amann Girrbach (Artikulatoren für die Prothetik-Kurse), Henry Schein (Dentalshop am Campus), apoBank, elmex und Oral-B.
Bleistiftzeichnung: ein Glas mit Zähnen und ein Brief mit „Liebe Grüße, die Zahnfee“
Z wie Zahnfee. Zeichnung: C.K.

Ausland – LEO'S

Famulatur im Ausland? Geht.

Auslandserfahrung ist auch im Zahnmedizinstudium möglich – vor allem über eine Auslandsfamulatur. Erste Anlaufstelle ist der Zahnmedizinische Austauschdienst (ZAD) mit Erfahrungsberichten, Ansprechpartner:innen und Infos zu Stipendien. Vor Ort helfen die Local Exchange Officers (LEOs).

Zum ZAD

IADS-Länder
2–6 Wochen an Universitäten in den Mitgliedsländern der IADS, meist mit Unterkunft und Verpflegung. Hier schaut man in der Regel zu.
Hilfsprojekte
In Nicht-IADS-Ländern kann man oft selbst behandeln oder assistieren. Bewerbung etwa ein Jahr im Voraus.
Förderung
Der DAAD fördert Famulaturen ab 30 Tagen mit einem Reisekostenzuschuss. Aktuelle Infos gibt's beim ZAD.